07
Mrz 2014
Thomas

Chilis züchten

Hier mein erster Blogeintrag als Co-Autor in Okis Blog. Der Frühling steht vor der Tür (am Wochenende soll es echt warm werden) und da wollte ich über mein Chillizucht Projekt berichten.

Gewächshaus

Sowohl mehr oder weniger heimische als auch exotische Arten lassen sich prima auch in unseren Breitengraden züchten, um sie dann im Sommer frisch zum Barbecue oder getrocknet im Winter getrocknet aus der Mühle zu verwenden. Dabei gibt es allerdings gerade bei den „Exoten“ ein bisschen was zu beachten. Bevor es soweit ist fangen wir erst einmal vorne an.

Die Auswahl der Sorten

Es existieren diverse Shops im Internet, in denen Chilisamen käuflich erworben werden können. Meine Wahl viel dem seit langem bewerten Chili-Shop-24, der neben den beliebten scharfen Soßen, Gewürzen und anderen Leckereien auch alles bietet, was zur Zucht der Pflänzchen benötigt wird. Betrachtet man die Kategorie der Samen kommt schnell die Qual der Wahl auf. Da die meisten Samen im 10er Pack ausgeliefert werden und man wohl kaum über 100 Pflanzen „durchfüttern“ möchte sollte man sich gut überlegen wofür man sich entscheidet. Für die Entscheidungsfindung spielt hier wohl der spätere Verwendungszweck und damit der Schärfegrad die wichtigste Rolle.

Ich habe mich für folgende Mischung entschieden:

An dieser Stelle noch die Obligatorische Warnung vorweg. Chilis mit hohen Schärfegraden sind mit Vorsicht zu geniessen, die Warnung, dass diese nur mit Handschuhen zu verarbeiten sind hat ihren Sinn. Chili-Anfänger sollten sich vorsichtig ran tasten.

Das benötigte Equipment

Neben den Samen wird noch passenden Gewächshaus* für die Anzucht benötigt. Hier bietet sich eines aus dem Hause Romberg an da es hier passend dazu die passende Heizmatte bekommt.

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Diese benötigt man, weil vor allem die „Exoten“ oft eine möglichst konstante Temperatur von über 22° brauchen um zu keimen. Da ich gerne darauf verzichten möchte meine ganze Wohnung durchgehend auf diese Temperatur zu bringen, ziehe ich die kleine Heizmatte mit einer Leistungsaufnahme von gerade einmal 10W vor.

Zur Kontrolle der Temperatur sollte ausserdem noch ein Thermometer vorhanden sein, welches sich aber in meinem Fall in Form eines IKEA Fleischthermometers (FANTAST) eh schon im Haushalt befindet. Ansonsten tut es aber auch jedes andere.

Um die Samen richtig unter die Erde zu bringen empfehlen sich ausserdem Anzuchttöpfe* nebst Anzuchterde*. Zum vorsichtigen giessen sollte man sich noch eine Sprühflasche* zulegen. Diese benetzt neben der Erde auch die Blätter mit Wasser und verhindert das ein übermäßiger Wasserschwall alles platt macht.

Die Anzucht 

Ich rate dringend dazu beim Arbeiten mit den Samen und hoffentlich später bei den Pflänzchen ein bisschen Ordnung zu halten, damit man immer weiß welche Pflanze zu welcher Sorte gehört.

Weil die Chilis über einen längeren Zeitraum in einem warmen und feuchten Gewächshaus stehen werden hat man hier eine relativ hohe Schimmelgefahr.

Es finden unterschiedliche Ansichten wie dem am besten vorgebeugt werden kann. Man findet Züchter, welche auf die Verwendung von destiliertem Wasser zum gießen und einweichen schwören. Ich habe das beim letzen mal auch damit gemacht, werde es aber diesmal beim einfachen abkochen belassen. Hier ist wohl eher wichtig, dass regelmäßig kontrolliert wird ob im Gewächshaus noch alles in Ordnung ist.

1. Das Einweichen

Zunächst werden die Samen nach Sorten sortiert in Schnapsgläser gefüllt mit lauwarmen Wasser (abgekochten) eingeweicht. Die Gläser kommen auf die Heizmatte um das Wasser schön warm zu halten. Die Samen sollten so ca. 24 Stunden Zeit bekommen sich voll zu saugen. Dies soll dafür sorgen, dass die Samen schneller keimen.

2. Umzug ins Gewächshaus

Danach werden die Vorzuchttöpfe mit Erde gefüllt und die die Samen mit ca. einem halben Zentimeter Erde bedeckt. Hat man mehr Samen als Töpfe können sich auch mehrere Samen einen Topf teilen. Danach werden die Töpfe in das Gewächshaus gestellt. Das Gewächshaus selbst kommt auf die Heizmatte. Die Heizmatte / Gewächshauskombination sollte an einen hellen Ort aufgestellt werden. Dabei ist aber ein Platz zu vermeiden, welcher den ganzen Tag in voller Sonne steht. Dies könnte dazu führen, dass die Blätter „verbrennen“.

3. Die Kontrolle

Die Erde sollte immer feucht (nicht nass) Gehalten werden, ein austrocknen aber um jeden Preis vermieden werden. Ich selbst kontrolliere jeden Tag zwei mal, was aber auch nötig zu sein scheint da die kleinen Chilis echt schnell mit hängenden Köpfen auf die Austrocknung regieren und schnell hinüber sind.

Nun dauert es 5-10 Tage bis die ersten Chilis aus der Erde spriessen. Man kann Ihnen nun fast beim wachsen zu sehen. Die nächsten Schritte, also das separieren in den mehrfach belegten Töpfen sowie das Düngen starten erst, wenn sich bei den  Pflanzen ein zweites Blattpaar gebildet hat.

Wenn es so weit ist werde ich weiter berichten…

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