26
Dez 2014
Marko

Hashtag #31c3

Wie im letzten Jahr sind meine Frau und ich auch diesmal zwischen Weihnachten und Neujahr in Hamburg auf dem „Kongress“.

Kongress? Was für ein Kongress?
Richtig, das ist die typische Antwort wenn wir davon erzählen.

Na, vom ccc. Das ist der Chaos Computer Club“,
In der Regel lässt diese Antwort die Fragezeichen über den Köpfen nicht gerade kleiner werden.

Also für alle fragenden Gesichter und für diejenigen die es interessiert, fasse ich hier mal zusammen warum es uns auch dieses Jahr wieder zum 31. Kongress des ccc (31c3) führt.

Warum „ein komischer Kongress mit Computern und so“ alles andere als langweilig ist und so viel mit Computern auch wieder nicht zu tun hat versuche ich mal zu erklären.

Ich setze mal voraus dass Ihr den ccc kennt oder eben den passenden Wikipedia-Eintrag zumindest überflogen habt.

Der ccc organisiert also jährlich Treffen für ccc-Mitglieder und denen, die sich dem Club verbunden fühlen. (man muss also kein Mittglied sein um teil nehmen zu dürfen)

Was gibt es denn jetzt genau da zu sehen?

Zum einen gibt es jede Menge Vorträge, gegliedert in Themenbereichen: IT-Sicherheit, Kunst, Ethik und Politik.

An der Themen-Gliederung ist schon zu erkennen, dass dieses „Computer-Ding“ eher so etwas ist wie eine Dachthematik.

Neben den Vorträgen gibt es einen sehr großen „offenen Bereich“ in dem verschiedene Club-Niederlassungen (ERFAs) selbst organisiert vorstellen was sie so machen.

Das kann quasi alles sein! ?Kaffee kochen, Cocktail Maschinen, Dronen basteln, Lockpicking (Schlösser knacken), 3D-Drucker, Popcorn Maschinen, schmieden, kochen, löten. Es gibt sogar ein Bällebad und ein mit Staubsaugern gesteuertes Rohrpost System und vieles vieles mehr.

Kompletter Übersichtsplan des 31c3:

Klick Klack

Der Kongress hingegen wäre nichts ohne die Menschen vor Ort. Nie zuvor habe ich so viele vorurteilslose, aufgeschlossene, interessierte und inspirierende Leute auf einem Haufen gesehen. ?Überall Macher und Schnelldenker die in der Lage sind sich in einer unfassbaren Tacktung miteinander auszutauschen.

Sich aber trotzdem nicht zu schade sind, ein Thema auch zum 10ten mal ausführlich zu erklären. Ohne das Gefühl zu vermitteln klüger oder besser zu sein.

Die gesamte Atmosphäre würde ich als aufgeschlossen aber nicht aufdringlich bezeichnen.

Alles in allem ist der Kongress das ideale Jahres-Ende-Kontrastprogramm zu jeder Menge Unfug, den man den Rest des Jahres zu häufig erlebt.
Vielleicht ist er gerade aus diesem Grund immer kurz vor Jahresende.

(Beitragsbild: via wikipedia)


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